Rückblicke

Interkulturelle Woche im September 2018

Vom 23. bis 30 September fand in Bad Endorf die interkulturelle Woche statt.

Interkulturelle Woche: Die Migration ist die Mutter aller… Kreativität!

Seit dem Urvater Abraham wissen wir, dass Menschen sich aus unterschiedlichen Gründen aufgemacht haben, um in ein neues Land zu ziehen. Die geflüchteten Familien in unserer Region haben ihre Heimat nicht freiwillig verlassen, auch auf sie wartet ein Leben in Ungewissheit und Abhängigkeit.
Es entstand die Idee eines Kreativtages, der am 15.8. eine ganze Menge an Ideen zu Tage förderte.Malen eröffnet neue innere Räume und ermöglicht ein neues Nachdenken über das Erlebte.

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In der Bilderausstellung, die anlässlich der interkulturellen Woche statt fand, konnte man etliche dieser Bilder von jungen Menschen bewundern. Da sind zum Beispiel Zahra Mirca und Aisha, beide 5 Jahre, oder Amir, 4 Jahre, zu nennen. Unter der Anleitung von der Künstlerin Barbara Rapp brachten die Kinder Gefühle zu Farbe. Haisha (5 J.) und Sakine, 16 J. beteiligten sich ebenso wie die (erwachsene) Noora aus Somalia. Bei den Erwachsenen ging es sicherlich auch um die bildnerische Darstellung von Identitätsfindung. Wichtig ist aber bei allen Gemälden und bei den Menschen, die hinter diesen Gemälden stecken, daß sie durch die Ausstellung in einem wertschätzenden, positiven Rahmen an die Öffentlichkeit gehen konnten. Die Leitung des Helferkreises Bad Endorf, Sylvia Schillbach, faßte die Erfahrungen in einer Installation zusammen. Der Titel ihrer Plastik leiht sich die Worte von Albert Schweitzer: „Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Dazu hat Fr. Schillbach angespülte Fundstücke am Strand von Kreta verarbeitet.
Nagam und Sarah sowie Doha, alle 12 Jahre alt, haben ihre Erfahrungen in der für sie fremden Welt mit ihrem Namen verknüpft. Die Entdeckung des eigenen Ichs finde ich persönlich besonders wichtig, um sich als „Fremder“ neu zu definieren, um sich abzugrenzen oder anzupassen. Auch für den christlichen Glauben ist die Entdeckung, daß ich selbst gemeint bin, daß ich Gott wichtig bin, eine Grundlage.
Besondere Liebe zur Farbe entdeckten wir bei Sofia Pustavoitovas Bildern, deren Ausdruck gleichzeitig surreal und gegenständlich wirkt. Nach diesem „Bad“ in ganz unterschiedlichen Stilen und Techniken durften sich alle, die bei der Eröffnung gekommen waren, mit internationalen Snacks stärken. Besonderen Dank sprechen wir den Helferkreisen unserer Region sowie allen Mitwirkenden aus.

Claudia Eckstein

Interkulturelle Woche: Moscheeführung

Ein paar Eindrücke von der Führung durch die Moschee in Bad Endorf: